DER NAUTILUS RING

Nautilus Ring – Foto: © Oliver Nanzig

Nau­ti­lus Ring – Fo­tos: © Oli­ver Nanzig

Das Ring-Ob­jekt «Nau­ti­lus 1» in Form ei­nes Dampf­schiffs ist in 85g 750 Rot-Weiss­gold ge­ar­bei­tet und mit Ko­ral­len, sechs Mond­stein-Ca­bo­chons, vier 8/8 Dia­man­ten und El­fen­bein aus­ge­stat­tet. Der Glas­dom be­steht aus Glas­glocke, Mes­sing, Kup­fer und Holz.

Schiffe sind wie ein Ab­bild un­se­res Le­bens. Wir be­ge­ben uns auf eine un­ge­wisse Reise, mal in stür­mi­scher, mal in ru­hi­ger See, in gros­sen Damp­fern und klei­nen «Nuss­scha­len». Wir er­le­ben Schiff­bruch und lau­fen in fer­nen Hä­fen ein. Schiffe re­gen un­sere Fan­ta­sie an.

Ebenso sym­bo­li­siert der Nau­ti­lus-Damp­fer meine Rei­sen und Träume, ver­eint die Er­leb­nisse mei­ner Ju­gend­jahre und hü­tet fan­ta­sti­sche Ge­schich­ten. Das Ob­ject d’art of­fen­bart die ver­schie­de­nen Gold­schmiede-Tech­ni­ken und Aspekte mei­nes Handwerks.

In­spi­riert ha­ben mich meine Ju­gend­jahre in Vitz­nau am Vier­wald­stät­ter­see, das Dorf am Fusse der Rigi, wo noch ein Hauch Belle Epo­que at­met. Schon Mark Twain er­wähnte sie in der Er­zäh­lung über seine Rigi-Be­stei­gung bei Son­nen­auf­gang. Die Dampf­schiff­fahr­ten nach Lu­zern wäh­rend mei­ner Lehr­jahre im stamp­fen­den Rhyth­mus der Dampf­ma­schi­nen, Öl­ge­ruch in der Nase und Fahrt­wind im Ge­sicht, sind Er­in­ne­run­gen, die in mein Werk ein­ge­flos­sen sind.Ebenso fas­zi­nierte mich seit je­her das Werk «20‘000 Mei­len un­ter dem Meer», das 1869 vom fran­zö­si­schen Schrift­stel­ler Ju­les Verne mit Ka­pi­tän Nemo als Haupt­fi­gur ge­schrie­ben wurde. Verne nimmt in die­sem Buch die tech­ni­sche Ent­wick­lung des Un­ter­see­boo­tes vor­weg. Das Un­ter­see­boot «Nau­ti­lus», das von Ka­pi­tän Nemo durch die Welt­meere ge­lei­tet wird, er­zählt eine fan­ta­sti­sche Ge­schichte von er­staun­li­cher Ak­tua­li­tät und the­ma­ti­siert un­se­ren Um­gang mit der Umwelt.

Der vom Sta­pel ge­lau­fene Dampf­schiff-Ring ist das er­ste Ob­jekt mei­ner ge­plan­ten Se­rie zu die­sem Thema. Es ist ein aus­schliess­lich von Hand mon­tier­tes Ein­zel­stück mit der Gra­vur «Nau­ti­lus Nr. 1».

 

Zeitkapsel

Mein lie­ber Kunde und Best­sel­ler-Au­tor, Gion Ma­thias Ca­velty, hat mich mit sei­ner Fan­ta­sie an­ge­spornt und un­ter­stützt, das Pro­jekt um­zu­set­zen. Darum fühle ich mich ge­ehrt, dass Gion sich be­reit er­klärt hat, ein klei­nes Schrift­stück bei­zu­steu­ern. Die­ses Pa­py­rus ha­ben wir zu­sam­men ver­sie­gelt und ins Dampf­schiff ein­ge­schlos­sen. Was auf dem Schrift­stück steht, wird für im­mer das Ge­heim­nis sei­nes Schrei­bers blei­ben, aus­ser je­mand öff­net die Zeit­kap­sel ei­nes Ta­ges. So­mit hat Gion Ca­velty sei­nen Best­sel­ler-Ro­man «End­lich Nicht­le­ser» so­gar über­trof­fen, in­dem er ei­nen ech­ten «Nicht­le­ser» ge­schaf­fen hat: Ein klei­nes süs­ses Ge­heim­nis, das sich mit dem Dampf­schiff auf eine Reise ins Un­ge­wisse begibt.